Wie alles begann?

Es begann 1998, mit dem ersten Schritt ins Berufsleben. Als ich meine Berufsausbildung als Technischer Zeichner, bei der Firma Budde Fördertechnik GmbH in Bielefeld Hillegossen, angefangen habe, lernte ich in der Planungsabteilung einen Taucher kennen, der mich auf mein jetziges Hobby brachte. Ich bekam von ihm meinen ersten Trocki. Damit hat das Elend für mich begonnen. Ohne noch einen Tauchschein zu besitzen, fuhren wir nach Messinghausen. Den Tauchschein habe ich zwar schon angefangen aber noch nicht beendet. Ich konnte die Nacht schon schlecht schlafen, so aufgeregt war ich, weiß ich noch wie heute. Der erste TG verlief einwandfrei, max. Tiefe 25m, sehr gute Sicht, wie man von Messinghausen meistens gewohnt ist. Mein erster TG mit einem Trocki von Poseidon, den habe ich immer noch. Der 2 TG hat mit einem lockeren Abstieg an der Steilwand begonnen, und wir warteten bei ca. 18m auf unseren 3 Kollegen, der sich am Ufer noch mit einer Dame unterhielt. Ich habe in meinem jugendlichen Leichtsinn meine Lage vertikal zur Wasseroberfläche eingenommen. Damit stieg die ganze Luft bis an den Hals und sammelte sich einen Augenblick bis sie über die Halsmanchette entwich. Ich geriet in Stress, da ich dieses Gefühl und die Situation nicht kannte,  riss ich mir durch das rudern die Maske vom Kopf. Jetzt war ich in Panik und anstatt das Einlassventil meines Trockis zu betätigen sackte ich in Richtung Grund ab. Mein Tauchpartner hat in diesen Sekunden die Steine an der Wand beobachtet und von dem ganzen Geschehen nichts mitbekommen. Der 2 Tauchpartner, der zum Glück sein Gespräch mit der Dame beendet hat, tauchte ab und sah mein Todeskampf. Er eilte schnell zur Hilfe und tarierte mich positiv. Dann wechselte ich die Tauchrichtung und schoss nach oben. Trotz der Bauchboxer von meinem Kumpel konnte ich die Luft nicht schnell genug ausatmen und lag an der Oberfläche. Ich konnte ca. eine Minute nicht atmen, mein Brustkorb hat sich angefüllt wie ein Luftballon. Panik und Schock war in meinem Körper gefangen. Endlich erbrach ich alles was ich hatte und ich atmete wieder. Ein Taucher an Land sprang mit seinem offenen Trocki in Wasser und schleppt mich an Land. Ich danke ihm hiermit mit ganz herzlich. Die Rettungskette hat einwandfrei funktioniert. Der Krankenwagen kam und ich wurde nach Brilon ins Krankenhaus gefahren. Schönen Dank hiermit an die Helfer, die mich auf der Trage den Berg hochgeschleppt haben. Die letzte Aktion dieser Art kannte ich noch von der Bundeswehr, Kameraden retten und bergen unter Gefechtsbedingungen, im Sommer, unter ABC Schutz. In Brilon angekommen wurde mir die ganze Zeit über Sauerstoff verabreicht und Liegen angeordnet. Das Wochenende habe ich im Krankenhaus verbracht und kam am Sonntag wieder raus. Ich wurde auf Verdacht auf Lungenüberdehnung und Riss untersucht. Alles verlief positiv. Ich hatte nach dem Aufenthalt eine Zeit lang Taucherflöhe. Dass Wochenende danach habe ich meinen Tauchschein erfolgreich abgeschlossen, den PADI OWD. Hiermit möchte ich mich für den selbstlosen Einsatz des Tauchers bedanken, der mit seinem offenen Trocki sofort ins Wasser gesprungen ist um mir zu helfen. Davon habe ich nichts mehr mitbekommen, stand unter Schock. Weitere Danksagung für die Rettungskräfte des Briloner Krankenhauses, und alle an dem Einsatz Beteiligten. Und zum Schluß ein Danke Schön für den jenigen der mir mein Leben gerettet hat, Thomas Kersting.